Die Stadt Mainz setzt bei Wohnungslosigkeit und Suchterkrankungen auf soziale Hilfen und ordnungsrechtliche Maßnahmen zugleich. Sozialdezernentin Jana Schmöller und Ordnungsdezernent Karsten Lange erklären gemeinsam, man wolle Menschen die nötige Unterstützung anbieten und dort für Ordnung sorgen, wo es erforderlich sei.
Erste Anlaufstelle ist die Fachstelle Wohnraumhilfen im Amt für soziale Leistungen. Sie berät Menschen, deren Wohnung bedroht ist oder die ihre Unterkunft verloren haben. Unter bestimmten Voraussetzungen können Mietschulden übernommen werden, wenn dadurch der Wohnungsverlust abgewendet wird. Bestimmte Personengruppen unterstützt die Fachstelle auch bei der Wohnungssuche.
Zur Unterbringung gibt es mit freien Trägern niedrigschwellige Angebote wie den NachtRaum und die Housing Area 6411. Die Unterkunft Plus von Stadt und Mission Leben richtet sich an wohnungslose Menschen mit diagnostizierten psychischen Erkrankungen und/oder besonderen Erlebens- und Verhaltensauffälligkeiten und verbindet Wohnen mit sozialpädagogischer Begleitung. Weitere Angebote machen unter anderem das Thaddäusheim, das Heinrich-Egli-Haus und der Wendepunkt.
Die Abteilung Suchthilfen im Amt für Jugend und Familie bündelt drei Einrichtungen:
Schmöller betont, man wolle Menschen nicht auf Wohnungslosigkeit oder Suchterkrankung reduzieren, sondern mit ihnen Perspektiven entwickeln, ohne sie zu kriminalisieren.
Ordnungsamt und Polizei sorgen für Sicherheit im öffentlichen Raum. Im Bereich des Hauptbahnhofs haben Ordnungsamt, Landespolizei, Bundespolizei und DB-Sicherheit ihre Zusammenarbeit ausgebaut.
Lange verweist darauf, dass Ordnungsbehörden im Frankfurter Bahnhofsviertel den Druck auf die dortige Szene erhöht hätten. Einige Personen mit erkennbarem Suchtmittelkonsum seien deshalb in andere Städte im Rhein-Main-Gebiet ausgewichen. Mainz sei darauf vorbereitet. Durch mehr Präsenz, bessere Beleuchtung und konsequentes Vorgehen gegen Straftaten und Ordnungsverstöße habe sich die Lage rund um den Hauptbahnhof seit dem Sommer spürbar verbessert. Die Anliegen von Anwohnenden und Menschen im Umfeld des Bahnhofs nehme man ernst.
Die Stadtverwaltung stimmt sich dazu mit den beteiligten Stellen und freien Trägern ab.
Quelle: Landeshauptstadt Mainz
