Die Stadt Ingelheim am Rhein beteiligt sich in diesem Jahr zum siebten Mal am „Orange Day“. Der Aktionstag findet am 25. November 2026 statt, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.
Die Vereinten Nationen erkannten den Tag 1999 offiziell an. Seine Wurzeln reichen bis 1991 zurück, als die Kampagne „16 Tage Aktivismus gegen geschlechtsspezifische Gewalt“ startete. Die Aktionswochen laufen jedes Jahr vom 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Orange gilt als weltweites Symbol für Optimismus, Solidarität und eine helle Zukunft ohne Gewalt.
Das Leitmotiv lautet in diesem Jahr: „Nicht alle Männer sind Täter, aber alle können wichtige Veränderungen anstoßen“. Dr. Dominique Gillebeert, Leiterin der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit, sagt dazu, es gehe um die Verantwortung von Männern und Jungen bei der Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Sie seien unverzichtbar, um Bewusstsein zu schaffen und präventiv zu informieren. Auch Männer können in Beziehungen von Gewalt betroffen sein und Hilfsangebote nutzen. Statistisch sind jedoch mehr Frauen betroffen.
Gleichstellungsbeauftragte Regina Barroso da Silva nennt Gewalt gegen Frauen und Mädchen eine der weltweit am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Sie reiche von häuslicher Gewalt über sexuelle Übergriffe und psychischen Druck bis zu digitalen Angriffen. Der Aktionstag mache das Thema öffentlich sichtbar, zeige Betroffenen, dass sie nicht allein sind, und lenke den Blick auf Hilfsangebote.
Oberbürgermeisterin Eveline Breyer dankt allen Beteiligten und Institutionen, die den Orange Day gemeinsam mit der Stadt sichtbar machen.
Viele Ingelheimer Schulen organisieren eigene Aktivitäten mit Schwerpunkt auf Prävention und Aufklärung über alle Formen von Gewalt und informieren über Hilfsangebote. Barroso da Silva und Gillebeert sehen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Hebel, um Gewalt wirkungsvoll einzudämmen.
Quelle: Stadt Ingelheim am Rhein
