Der Landkreis Mainz-Bingen steht in einer bundesweiten Studie zu Demografie, Wirtschaft und Bildung weit vorne: Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und die Wüstenrot Stiftung haben 400 Landkreise und kreisfreie Städte verglichen. Mainz-Bingen belegt Platz 30 und erhält die Gesamtnote 2,8.
Die Forschenden betrachteten unter anderem Bevölkerungsentwicklung, Altersstruktur, Wirtschaft und Bildung. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie gut die Regionen auf künftige demografische und wirtschaftliche Veränderungen vorbereitet sind.
Bei der Altersstruktur und der wirtschaftlichen Entwicklung zählt Mainz-Bingen laut Studie zur Spitzengruppe, gemeinsam mit einigen Regionen in Bayern und Baden-Württemberg. Wirtschaftlich erfolgreiche Regionen schöpfen demnach vorhandene Arbeitskräftepotenziale gut aus.
Der für Deutschland insgesamt prognostizierte Bevölkerungsrückgang fällt im Landkreis nur moderat aus. Die Gesellschaft wird aber auch hier älter: Bis 2045 wird in der Altersgruppe der 20- bis 67-Jährigen ein Minus von 11,5 Prozent erwartet. Fachkräfte werden dadurch knapp. Durch Zuzug kann der Landkreis diesen Rückgang laut Studie aber noch ausgleichen.
Die Studie will die unterschiedlichen Entwicklungen in Deutschland sichtbar machen. Der demografische Wandel trifft nicht alle Regionen gleich. Gebiete in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland verlieren deutlich Einwohner, andere wachsen durch Zuwanderung weiter.
Quelle: Kreisverwaltung Mainz-Bingen
