In der Villa am Rupertsberg in Bingen findet am 12. November 2026 um 18 Uhr ein Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Schmid (Universität Trier) statt. Das Thema lautet „Die Mirakel des hl. Goar: Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft am Mittelrhein im frühen Mittelalter“. Die Veranstaltung beschließt den „Geschichtsherbst“ der Historischen Gesellschaft Bingen e.V. Der Eintritt ist frei.
Die Lebensbeschreibung des hl. Goar entstand um 765, vermutlich in Prüm. Sie gilt als einer der ältesten hagiographischen Texte im Rheinland. Goar wurde demnach um 525 vom Trierer Bischof an den Mittelrhein geschickt und errichtete dort ein Hospiz für Reisende. Im Jahr 839 wurden die Wunder an seinem Grab aufgezeichnet.
Diese Mirakel gelten als Schlüsseldokument für die Kirchen-, Handels- und Verkehrsgeschichte des Mittelrheins im 8. und 9. Jahrhundert. Kaiser und Könige, Kaufleute und Rompilger passierten St. Goar schon damals in großer Zahl. Der Heilige wachte dort über eine der unfallträchtigsten Stellen des Flusses.
Quelle: Stadt Bingen am Rhein
